
Wärmenetze der 4. Generation erfüllen hohe Anforderungen an eine hocheffiziente und umweltschonende Energieerzeugung.
Sie stehen damit in unmittelbarem Kontext zur Bundesförderung Effizienter Wärmenetze (BEW). Das multivalente „Wärmenetz 4.0“ weist eine Vielzahl von Vorteilen gegenüber einer herkömmlichen Wärmeversorgung auf: Hohe Anteile an erneuerbaren Energien und eingekoppelter Abwärme, die Einbindung und Bewirtschaftung saisonaler Wärmespeicher sowie die Bereitstellung von Flexibilitäts-Optionen am Strommarkt.

Die Wirtschaftlichkeit wird dadurch unterstützt, dass vormals ungenutzte lokale Abwärme, vornehmlich aus gewerblichen Quellen, ergänzend in einem Quartier erschlossen und zukünftig effektiv eingesetzt wird. Mit niedrigen Vorlauftemperaturen (63°C-65°C) ist eine somit Versorgung durch das „Wärmenetzsystem 4.0“ für Bestandsgebäude oder nur schwer nachträglich zu dämmende Gebäudebestände mit hohen Anteilen an CO2-armer und perspektivisch nahezu klimaneutraler Wärme möglich.

Heizzentrale Moosburg (Bader Energie)
Im Rahmen eines Forschungsprojekts zum Thema „Wärmenetze 4.0“, das im Jahr 2021 vom Betreiber des Moosburger Fernwärmenetzes (Fa. Bader Energie) gemeinsam mit dem Planungsbüro DME Consult, Fraunhofer Institut und dem Institut für Klimaschutz, Energie und Mobilität aufgesetzt wurde, soll das Moosburger Nahwärmenetz durch die Erschließung und Einbindung zusätzlicher regenerativer Wärmequellen umfassend erweitert werden. Bis heute entwickelt sich so eine zukunftsweisende, klimaneutrale Wärmeversorgung, an der möglichst viele Moosburger Bürgerinnen und Bürger teilhaben können.